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Die Stiftung ex oriente
 

Seit 2006 arbeitet die Stiftung ex oriente im Bereich der Sprach- und Kulturförderung sowie der Völkerverständigung. Ihrem Namen entsprechend beschäftigt sie sich dabei mit Deutschlands östlichen Nachbarn - von der Ukraine bis Japan und Korea.

Bei ihrem monatliche Jour Fixe mit Vorträgen und musikalischen und künstlerischen Beiträgen bietet sie eine Plattform zum ungezwungenen Kennenlernen. Die Themen der Vorträge reichen dabei von Kunst und Kultur über Geschichte bis zu Wirtschaft und Politik. Einen besonderen Schwerpunkt setzt ex oriente seit Beginn auf die Vermittlung der chinesischen Sprache und Kultur. Daher beschäftigen sich auch viele Vorträge mit China, doch auch Themen aus Japan, Korea, Ungarn und der Ukraine finden ihren Platz auf dem Jour Fixe.

Darüber hinaus unterstützt ex oriente den Chinesisch-Unterricht an bayrischen Schulen und Austauschprogramme zwischen bayrischen und chinesischen Schulen. So wurde es in Bayern sogar möglich, Chinesisch im Abitur als Wahlpflichtfach zu wählen.

Das Konfuzius-Institut steht seit 2009 im Mittelpunkt der Stiftungsaktivitäten seines deutschen Partners ex oriente. Im Institut finden Interessenten jeden Alters, mit und ohne Vorkenntnissen, einen geeigneten Sprachkurs. Auch Taiji, chinesische Malerei oder Kalligraphie stehen zur Auswahl. Das Institut ist auch als zertifiziertes Prüfungszentrum für den HSK-Test anerkannt.

Jakob Pöllath  
Stiftungsvorstand

216. Jour Fixe der Stiftung ex oriente

Löwen als Geschenk – War der chinesische Hof erfreut?

09. Januar 2026 um 19:30 Uhr im Konfuzius-Institut München oder via Zoom und Youtube-Livestram. 

Referent: Prof. Ralph Kauz

Löwen war in China nie heimisch; der Persische Löwe (Panthera leo persica), auch Asiatischer Löwe genannt, war nur in Westasien, Indien und in Südosteuropa verbreitet, und von dieser Unterart gibt es heute nur noch kümmerliche Reste im Gir-Nationalpark in der indischen Provinz Gujarat. Wer nun in Peking den Sommerpalast oder auch viele andere Tempel und Amtsgebäude in China besichtigt, mag deshalb erstaunt sein, häufig Löwen als "Wächter" vor Eingängen zu finden – so aber auch in München vor der Residenz. Obwohl es Löwen in China also nie gab, war doch das Wissen über diese Raubtiere weitverbreitet, und sie genossen eine ähnlich hohe Verehrung wie im Westen, wo sie als Wappentiere häufig zu finden sind. Im vor etwa 2000 Jahren kompilierten lexikographischen Werk Erya 尔雅 steht sogar, dass er Tiger und Leoparden verspeise, also höher als diese einzuordnen sei. Löwen wurden schon in der Östlichen Han-Dynastie (25–220) als Tributgeschenke von Zentralasien an den chinesischen Hof gebracht. Besonders viele Aufzeichnungen über "Tributlöwen" finden sich jedoch erst unter der Ming-Dynastie (1368–1644), sie wurden in historischen Aufzeichnungen, Gedichten und sogar in Bildern verewigt. Dabei war sie aber durchaus nicht immer willkommen, denn die Raubtiere mussten ja verpflegt werden, und der praktische Aspekt der Kosten für diese Pflege wurde von Beamten, die sich um die Staatskasse sorgten, hervorgehoben und eben auch moniert. Löwen als Tributgeschenk und die Diskussionen der Beamten hierüber zeigen also Aspekte der historischen Diplomatie Chinas auf, von denen sich durchaus Parallelen zur Moderne ziehen lassen.

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Kontakt

Telefonisch erreichbar:

Mo bis Fr: 09 - 17 Uhr
Tel.: +49 89 23785861
Mail: info[at]china-stiftung.de

Vorstand:

Fangfang Gao
Jakob Pöllath
Dirk Lupberger