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Die Stiftung ex oriente
 

Seit 2006 arbeitet die Stiftung ex oriente im Bereich der Sprach- und Kulturförderung sowie der Völkerverständigung. Ihrem Namen entsprechend beschäftigt sie sich dabei mit Deutschlands östlichen Nachbarn - von der Ukraine bis Japan und Korea.

Bei ihrem monatliche Jour Fixe mit Vorträgen und musikalischen und künstlerischen Beiträgen bietet sie eine Plattform zum ungezwungenen Kennenlernen. Die Themen der Vorträge reichen dabei von Kunst und Kultur über Geschichte bis zu Wirtschaft und Politik. Einen besonderen Schwerpunkt setzt ex oriente seit Beginn auf die Vermittlung der chinesischen Sprache und Kultur. Daher beschäftigen sich auch viele Vorträge mit China, doch auch Themen aus Japan, Korea, Ungarn und der Ukraine finden ihren Platz auf dem Jour Fixe.

Darüber hinaus unterstützt ex oriente den Chinesisch-Unterricht an bayrischen Schulen und Austauschprogramme zwischen bayrischen und chinesischen Schulen. So wurde es in Bayern sogar möglich, Chinesisch im Abitur als Wahlpflichtfach zu wählen.

Das Konfuzius-Institut steht seit 2009 im Mittelpunkt der Stiftungsaktivitäten seines deutschen Partners ex oriente. Im Institut finden Interessenten jeden Alters, mit und ohne Vorkenntnissen, einen geeigneten Sprachkurs. Auch Taiji, chinesische Malerei oder Kalligraphie stehen zur Auswahl. Das Institut ist auch als zertifiziertes Prüfungszentrum für den HSK-Test anerkannt.

Jakob Pöllath  
Stiftungsvorstand

225. Jour Fixe der Stiftung ex oriente

“Stimmen aus der Ferne: Die ersten chinesischen Tonaufnahmen im Berlin der 1920er Jahre”

Vortrag von Herrn Prof. Dr. Henning Klöter am 9. Oktober 2026 um 19:30 Uhr im Konfuzius-Institut München oder im Livestream via Zoom/Youtube

Zusammenfassung

In den 1920er Jahren entstand in Berlin ein einzigartiges akustisches Fenster nach China: Einige der ältesten bekannten Tonaufnahmen chinesischer Sprachvarietäten wurden hier produziert – fernab ihres eigentlichen Sprachraums. Dieser Vortrag führt in die faszinierende Entstehungsgeschichte dieser Aufnahmen ein, die heute im Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin aufbewahrt werden.

Im Zentrum stehen zwei unterschiedliche Projekte: Zum einen Aufnahmen des Hakka-Dialekts, die im Rahmen eines großangelegten Projekts zur Sprachdokumentation entstanden. Zum anderen Mandarin-Aufnahmen, die als innovatives Begleitmaterial für das wohl früheste Audiolehrwerk für Chinesisch in Deutschland dienten. Wer waren die Menschen hinter diesen Aufnahmen? Welche Institutionen machten diese Pionierarbeit möglich? Und wer waren die Sprecherinnen und Sprecher, deren Stimmen bis heute erhalten geblieben sind?

Der Vortrag beleuchtet nicht nur die historischen Hintergründe und Netzwerke zwischen Wissenschaft, Technik und Gesellschaft im Berlin der Zwischenkriegszeit, sondern fragt auch nach der heutigen Bedeutung dieser Aufnahmen. Sie eröffnen Perspektiven für die Sprachwissenschaft, die Mediengeschichte und die Geschichte der Fachdidaktik Chinesisch in Deutschland. 

Über den Referenten

Henning Klöter ist seit 2015 Professor für Neuere Sprachen und Literaturen Chinas an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach seiner Promotion an der Universiteit Leiden im Jahr 2003 lehrte er u.a. in Taipei, Bochum, Mainz und Göttingen. Zu seinen aktuellen Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte der chinesischen Sprachwissenschaft in Europa, Mehrsprachigkeit und Sprachplanung in China sowie die Sprachgeschichte von Überseechinesen.

 

Links zum Zoom und Youtube-Livestream folgen.

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Kontakt

Telefonisch erreichbar:  Mo bis Fr: 09 - 17 Uhr  |  Tel.: +49 89 23785861  |  Mail: info@china-stiftung.de

Vorstand: Fangfang Gao, Jakob Pöllath, Dr. Dirk Lupberger