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Die Stiftung ex oriente
 

Seit 2006 arbeitet die Stiftung ex oriente im Bereich der Sprach- und Kulturförderung sowie der Völkerverständigung. Ihrem Namen entsprechend beschäftigt sie sich dabei mit Deutschlands östlichen Nachbarn - von der Ukraine bis Japan und Korea.

Bei ihrem monatliche Jour Fixe mit Vorträgen und musikalischen und künstlerischen Beiträgen bietet sie eine Plattform zum ungezwungenen Kennenlernen. Die Themen der Vorträge reichen dabei von Kunst und Kultur über Geschichte bis zu Wirtschaft und Politik. Einen besonderen Schwerpunkt setzt ex oriente seit Beginn auf die Vermittlung der chinesischen Sprache und Kultur. Daher beschäftigen sich auch viele Vorträge mit China, doch auch Themen aus Japan, Korea, Ungarn und der Ukraine finden ihren Platz auf dem Jour Fixe.

Darüber hinaus unterstützt ex oriente den Chinesisch-Unterricht an bayrischen Schulen und Austauschprogramme zwischen bayrischen und chinesischen Schulen. So wurde es in Bayern sogar möglich, Chinesisch im Abitur als Wahlpflichtfach zu wählen.

Das Konfuzius-Institut steht seit 2009 im Mittelpunkt der Stiftungsaktivitäten seines deutschen Partners ex oriente. Im Institut finden Interessenten jeden Alters, mit und ohne Vorkenntnissen, einen geeigneten Sprachkurs. Auch Taiji, chinesische Malerei oder Kalligraphie stehen zur Auswahl. Das Institut ist auch als zertifiziertes Prüfungszentrum für den HSK-Test anerkannt.

Jakob Pöllath  
Stiftungsvorstand

226. Jour Fixe der Stiftung ex oriente

Dieser Jour Fixe beginnt ausnahmsweise bereits um 19 Uhr!

 

“China zwischen Normierung und großer Freiheit: Die Magie der Schriftzeichen”

Vortrag von Herrn Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer am 13. November 2026 um 19:00 Uhr im Konfuzius-Institut München oder via Zoom/Youtube-Livestream 

Zusammenfassung

Über zwei Jahrtausende fügte sich in China alles Sprachliche der chinesischen Zeichenschrift. Im 20. Jahrhunderte sollte dieses Schriftsystem durch eine Alphabetisierung ersetzt werden. Doch bald stellte sich heraus, dass das traditionelle Schriftzeichensystem weiter gebraucht wird. 

In dem Vortrag sollen die Nachteile, vor allem aber auch die Chancen dieses Festhaltens an einem Jahrtausende alten Schriftsystem thematisiert werden. Es wird gezeigt, wie die Schrift zum Gegenstand des Spottes und der Satire ebenso wie zum Mittel tiefgründiger Weisheit wurde und wie seit der Bildungsreform und der Industrialisierung im 20. Jahrhundert die Zeichenschrift sich dann noch enger als je zuvor mit China verband. Sie bildet eine der wichtigsten Grundlagen des heutigen chinesischen Selbstverständnisses. Inzwischen ist der Anspruch Chinas auf (Welt-)Geltung nicht mehr von diesem Schriftsystem zu trennen.

 

Über den Referenten

Helwig Schmidt-Glintzer, Jahrgang 1948, ist ein deutscher Sinologe und Publizist. Nach der Promotion 1973 in München und längerem Aufenthalt in Taiwan und Japan 1979 Habilitation an der Universität Bonn. 1981 bis 1993 Lehrstuhl für Ostasiatische Kultur- und Sprachwissenschaft an der Universität München. 1993 bis 2015 Direktor der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. 2016 bis 2023 Seniorprofessor an der Universität Tübingen und Gründungsdirektor des China Centrum Tübingen (CCT). Seit 2024 leitet er das EuroAsia-Institut für Kultursysteme. 

Zuletzt ist von ihm erschienen: Buddha. Das Leben des Siddhartha Gautama (C.H.Beck, München, 2026).


Hier können Sie sich live auf Zoom zuschalten. 

Hier können Sie sich live per YouTube-Livestream zuschalten.

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Kontakt

Telefonisch erreichbar:  Mo bis Fr: 09 - 17 Uhr  |  Tel.: +49 89 23785861  |  Mail: info@china-stiftung.de

Vorstand: Fangfang Gao, Jakob Pöllath, Dr. Dirk Lupberger